Borgiflieger
DS-16 Reichweitentest
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Bei diesem Reichweitentest habe ich die alte Futaba T10CG mit der Jeti-DS16 verglichen. Beide Systeme arbeiten mit 2,4 GHz. Die DS-16 besitzt die Möglichkeit Telemetrie-Daten zum Sender zurückzusenden. Als Empfänger wurde bei Futaba ein R6106 eingesetzt. Bei Jeti kam der Empfänger R9 zum Einsatz.

Wetter       : Sonnig, 8 C° mit starken Böen
Teststrecke: 1120 m mit Sichtkontakt
Testflieger : Easystar 2 aus Elapor für beide Systeme verwendet

Ergebnis     : Beide Systeme funktionieren Der Jeti -Sender zeigte im besten Fall zwei Reichweitenbalken an. Wie gut oder schlecht die Futaba gesendet hat kann ich nicht sagen da ich keine Reichweitenanzeige am Sender habe. Bei der Reichweite der DS-16 kann ich auch nur sagen, dass alles funktionierte. In Foren wird berichtet, dass selbst wenn die Telemetrie abbricht, dass Modell steuerbar bleibt. Durch meine Recherchen habe ich herausgefunden, dass z .B. Futaba nur eine Telemetrie-Reichweite von max. 1000 m angibt aber der Sender bis zu 3000 m funktioniert. Bei einer Strecke wie bei mir hätte also auch eine Futaba wahrscheinlich nur noch eine geringe Reichweite angezeigt.
Warum reicht die Telemetrie nicht so weit wie der Sender selbst?
Weil der Empfänger selber nur mit einem schwächerem Signal sendet.

Die Daten von Jeti:
Der Sender hat eine Sendeleistung von 20dbm = 100mW. Das entspricht der gesetzlichen erlaubten Höchstgrenze.
Der Empfänger R9 hat eine Sendeleistung von 15dbm = 32mW. Diese Leistung wir bei Jeti auf der Homepage angegeben. Diverse Händler haben als Sendeleistung 20dbm = 100mW aufgeführt. Ich gehe von den Werten des Herstellers aus und nicht von einem Onlinehändler.
Diese Werte decken sich auch mit den Erfahrungen einiger Jeti-Benutzer.

Ergebnis des Tests:
Die Telemetrie sendet weit über die normale menschliche Sichtgrenze hinaus. Im Video konnte ich mein Auto nur durch die Videokamera bei starkem Zoom so gerade erkennen. Mit dem bloßen Auge ohne Hilfsmittel hatte ich keine Chance. Da der Gesetzgeber aber auch ganz klar sagt, dass man immer Sichtkontakt zum Flugmodell haben muss, bewege ich mich bei dieser Entfernung schon in der gesetzlichen Grauzone. Im Falle eines Unfalls mit Personenschaden möchte ich nicht auf der Entfernung oder noch weiter geflogen sein. Einige Tests zeigen aber auch, dass man mit dieser Sendetechnik bei Futaba, Jeti und Co. weit über 6 km gekommen ist (Test in den USA zusammen mit einer DS-16 und einem R9). Deutsche Piloten haben Tests von 3,5 km geschafft. Bei allen war die Telemetrie lange vorher schon am Ende. Mein persönlicher Flugradius dürfte bei max. 500 m liegen und somit immer im Telemetrie-Bereich. Bekomme ich eine Warnung von meiner Telemetrie so ist es doch eine feine Sache und ich wende meinen Flieger bevor ich einen Funkabriss bekomme. Bei meinem alten Sender hatte ich solch eine Technik nicht und hätte erst mit dem Verlust des Fliegers mein Problem erkannt.

Praktisches / RC-Anlagen / Jeti Sender