Borgiflieger

freien mit meinem neuen Flugmodell. Der Multicopter wurde zügig aufgebaut und mitten auf dem Weg platziert. Die Funke gestartet, die Drohne mit Strom versorgt und auf das erleuchten der grünen LED gewartet. Grün bedeutet nämlich, dass ein von Satelliten unterstützter Flug möglich ist. Die Kamera lief und die Motoren starteten. Alle sechs Propeller gaben eine beeindruckende Geräuschkulisse ab. Ich gab mehr Gas und die Drohne erhob sich vom Boden und blieb auf einem Meter vor mir in der Luft stehen. Dieses Manöver hatte reichlich in der Garage geübt. Ich drehte einige große Runden über die Äcker und war einfach nur begeistert von dem Teil. Ich konnte es fliegen ohne Probleme. Hatte ich mich mal versteuert so habe ich einfach die Steuerknüppel losgelassen und die Drohne blieb aufrecht stehen.
So jetzt zeige ich dir mal die automatische Landung!
Meine Frau filmte währen ich die Drohne von mir wegbewegte. Auf einer Entfernung von ca. 20 m und einer Höhe von 10 m schaltete ich die Fernbedienung aus. Es kostete schon einiges an Überwindung aber es geschah alles wie vorgesehen. Die Drohne wartet an der Stelle wo sie ist, gibt über eine farbige LED ein Zeichen, dass sie kein Signal mehr hat und führt ein Eigenleben durch. Sie steigt auf 20 m, wartet auf ein Signal was sie nicht bekommt. Sie fliegt zurück zum Startpunkt und landet automatisch vor meinen Füssen. Meine Frau war beeindruckt und hatte es auch noch gefilmt.
So nun kommt der letzte Akku rein. Es wurde alles startklar gemacht. Die Drohne hob zügig ab und ich ließ sie über die Felder kreisen. Kurz bevor der Akku leer war dachte ich mir muss noch eine Pirouette gedreht werden. Diese geschah direkt auf Augenhöhe. Die Drohne drehte sich um die eigene Achse …. bis sie plötzlich ohne einem Grund seitlich wegkippte und auf der Seite im Acker zwei Meter vor mir lag. Mir gefror das Blut in den Adern.
Mist was war das ...?
Eilig hechtete ich zur Absturzstelle … die zwei Meter!
Sofort macht man eine Schadenzbilanz… komisch aber wahr.
Zwei gebrochene Motorarme,  eine Motorachse ist am eiern.
Ist nicht so schlimm sagte ich zu meiner Frau erleichtert. Das kriege ich schnell wieder hin.
Alles wurde wie immer hastig eingepackt aber dieses Mal diskutierten wir die 800 Meter bis nach Hause.
Die Schadenzbilanz wurde nur leicht korrigiert da meine erste Analyse richtig und der Schaden recht gering war.
Eine Motorachse habe ich gewechselt und die Lager gleich mit erneuert. Der Rahmen wurde durch einen Komplettaustausch auf den neusten Stand gebracht. Die Steuersoftware wurde auf den neusten Stand gebracht und siehe da, das Problem trat nicht mehr auf. Der erste Multicopter den ich gebaut habe wurde bei eBay verhökert.
Die Wochen vergingen und der Moment für den ersten Flug im freien mit dem Heli sollte durchgeführt werden. Ich fühlte mich gestärkt durch die Erfolge mit dem Multikopter. Es sollte dieses Mal nicht die verfluchte Kasernenzufahrtsstraße sein oder der geteerte Feldweg, wo die Drohne gestartet wurde. Eine große, abgelegene Wiese muss gefunden werden.
Ich hätte nicht gedacht, dass so eine Wiese ein echtes Problem ist in unserer ländlichen Gegend. Die Landwirte bei uns bauen hauptsächlich Getreide an da wir den sehr guten Bördeboden haben. Eine Wiese stellt da schon eine Verschwendung dar.
Ich hatte nach langem Suchen Glück und konnte einige potentielle Wiesen ausmachen. Ich legte mir eine Karte dabei an mit einer Bewertungsskala. Die Wiese mit der Bezeichnung Platz 10 wurde als bester Kandidat ausgewählt. Nun musste nur noch das Wetter passen.
Die Sonne schien, der Wind war einfach nicht vorhanden, die Akkus geladen und dank meinem Simulator hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ohne Kind und Kegel nur mit meinem Hubi und dem übrigem Equipment zog ich los… Meine Frau wünschte mir Glück und der kleine nuckelte intensiv an seinem Schnuller als wolle er es meiner Frau gleichtun. Beladen mit allem was man so für einen Jungfernflug benötigt steuerte ich diesen Platz 10 an. Auf der Fahrt dorthin bekam ich so ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ich dachte nur, dass kann doch nur das berühmte Kalkscheißen sein. An der ausgewählten Wiese parkte ich mein Auto ganz dezent am Straßenrande. Eilig wurde alles ausgepackt und zum Startplatz gebracht. Die Wiese hatte eine Betonplatte am Rand, wo wohl der Wassertank oder die Melkstation geparkt wurde. Es ist ein idealer Startplatz. Alle Koffer ausgebreitet,


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Das bin Ich / Wie alles anfing